Mit Teillohn zur Arbeitsstelle

Im Kanton Graubünden wurde mit «Teillohnplus» ein neues Modell für die berufliche Integration von Flüchtlingen erprobt. Statt wie üblich Flüchtlinge und vorläufig aufgenommene Personen in Beschäftigungsprogrammen auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten, setzt die zuständige Fachstelle Integration auf eine möglichst direkte Integration in den Arbeitsmarkt.

Die Idee: Die Teilnehmenden können während eineinhalb Jahren Berufserfahrung in einem Betrieb sammeln. Sie erhalten während der Zeit vom Arbeitgeber nur einen Teil des Lohns, einen Teillohn, der mit Sozialhilfe ergänzt wird. Der Lohn steigt stufenweise von 500 auf 2500 Franken an.Im Gegenzug verpflichten sich die Arbeitgeber, die Mitarbeitenden berufspraktisch zu qualifizieren.

Positive Bilanz

Eine Evaluation der Hochschule Luzern zieht nun ein äusserst positives Fazit: Über 80 Prozent der Teilnehmenden haben eine Festanstellung oder eine Berufslehre angetreten. Das Modell ist auch auf weitere Kantone übertragbar. Als Erfolgsfaktoren erwiesen sich die «On-the-Job-Qualifizierungen» sowie die Tatsache, dass eine reale, feste Arbeitsstelle in Aussicht stand.

Studie HSLU