Durch berufliche Integration Armut bekämpfen

Bild: Béatrice Devènes

Erwerbstätige sind einem markant geringeren Armutsrisiko ausgesetzt. Daher ist im Kampf gegen Armut eine nachhaltige berufliche Integration entscheidend. Ein Bericht der Caritas zeigt, dass sich das strategische Engagement der Kantone in diesem Bereich stark unterscheidet. Sechs Kantone verfügen über eine kantonale Strategie zur beruflichen Integration. In sechs weiteren Kantonen sind zumindest strategische Ansätze vorhanden.

Was berufliche Integration genau beinhaltet, unterscheidet sich aber von Kanton zu Kanton. Oft werde darunter ausschliesslich die Neu- oder Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt verstanden, schreibt die Caritas. Hingegen beinhalten die Strategien selten Überlegungen zur nachhaltigen existenzsichernden Arbeit, etwa zur Besserstellung von Working Poor oder zu Rahmenbedingungen in Bezug auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unzureichend angegangen werde auch die Aus-, Um- und Weiterbildung im Zuge des Strukturwandels.

Caritas-Armutsmonitorring «Berufliche Integration»