Caritas fordert eine aktive Armutspolitik

Das Nationale Programm zur Prävention und Armutsbekämpfung läuft Ende 2018 aus. Obwohl der Schlussbericht zum Programm aufzeigt, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt, will der Bundesrat auf eine aktive Armutspolitik verzichten und die Verantwortung den Kantonen überlassen. Das sei ein Rückschritt, kritisiert Caritas Schweiz an einer Medienkonferenz und fordert verbindliche Ziele auf Bundesebene.

Um Familien- und Kinderarmut zu reduzieren, sei schweizweit die Einführung von Familienergänzungsleistungen notwendig. Weiter müssen für armutsbetroffene Familien kostenlose Angebote für familienexterne und schulergänzende Betreuung zur Verfügung stehen. Ein zentrales Element sei auch die Bildungspolitik. Insbesondere mit Massnahmen der Nachhol- und Weiterbildung für Niedrigqualifizierte könnte Erwerbslosigkeit und Armut vorgebeugt werden.

Die Caritas weist zudem darauf hin, dass der Bund den Lead in der Armutspolitik übernehmen und die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellen muss. Es sei nicht möglich, Strukturprobleme durch die Sozialhilfe zu lösen.

Medienmitteilung Caritas

Positionspapier